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Diese sehr hübschen Fische brauchen eine sandige Uferzone
mit Höhlen, in der sie ein Revier abstecken.
Leider
wird der Smaragdprachtbarsch (P. taeniatus) von weniger
fachkundigen Aquarianern häufig mit dem Purpurprachtbarsch
(P. pulcher) verwechselt.
Der
Unterschied liegt jedoch nicht nur im Aussehen, wobei ich dem Purpurprachtbarsch
seinen Reiz nicht absprechen möchte, die Zucht des Smaragdprachtbarsches
ist ungleich schwieriger.
Die
Futteransprüche sind auch von einem Neuling in der Aquaristik
zu bewältigen, wobei ich mindestens einmal pro Woche Lebend-
oder Frostfutter für unerläßlich halte. Ansonsten ist
der Smaragdprachtbarsch mit handelsüblichem Flockenfutter
oder Cichlidengranulat zufrieden. Ich möchte jedoch meine
Erfahrung nicht verschweigen, daß granuliertes Futter dem
Flockenfutter eindeutig vorgezogen wird. Eine weitere Voraussetzung
für das Wohlbefinden unseres kleinen Cichliden sind geeignete
Wohnmöglichkeiten im Aquarium.
Eine
Höhle sollte mindestens vorhanden sein, zwei oder drei wären
besser, da "man" sich seine Behausung gerne selbst aussucht.
Von der Haltung weiterer Zwergcichliden in kleineren Aquarien
(bis 150 l.) ist abzuraten, da sonst ein Revierkampf um die
Höhlen entbrennen könnte. Gegner von Buntbarschen haben auf
das Stichwort Kampf sicher schon gewartet: "Diese bissigen
Viecher", weit gefehlt, viele Buntbarsche sind als äußerst
friedlich zu bezeichnen. So auch der Smaragdprachtbarsch,
der nur ein kleines Revier um seine Höhle verteidigt und sonst
froh ist, wenn ihn die anderen Mitbewohner in Ruhe lassen.
Zucht:
Die Zucht des Smaragdprachtbarsches wird meist nur in eigens
zu diesem Zwecke eingerichteten Aquarien ab 50 l. Inhalt gelingen.
Wichtig ist eine großzügige Bepflanzung und sehr feiner
Kies (Sand). Pelvicachromis taeniatus ist ein Höhlenbrüter,
eine halbe leere Kokosnussschale umgestülpt, mit einem
kleinen Eingang, haben sie besonders gerne als Bruthöhle.
Auch dementsprechende Steinaufbauten mit Höhlen und Nischen
genügen und werden als Brutstätte angenommen.
Mittelhartes
Wasser (dGH 10 - 12 °, ph 7,5) wird zur Zucht genügen.
Störungen, wie herumhantieren im Aquarium, klopfen an die
Scheibe oder allzu häufiges vorbeilaufen sollten unbedingt
vermieden werden, da die Tiere sonst dazu neigen, ihr Gelege
zu verspeisen. Wenn die Fische aus der Höhe Sand heraus baggern,
kann man in Kürze mit der Laichabgabe rechnen. Dann werden
die Eltern gegen etwaige Bedrohungen ihrer Jungfische (andere
Fische) aggressiv!
Die
Brutpflege innerhalb der Höhle übernimmt das Weibchen,
während das Männchen das Revier um die Höhle sichert. Das
Weibchen verläßt nun kaum die Höhle. Nach ca 8 - 9 Tagen,
je nach Wassertemperatur, wird das Weibchen als "stolze" Mutter
die Höhle mit ihrer Jungfischhorde verlassen. Nach dem ausschwimmen
der Jungen aus der der Höhle werden sie abwechselnd von den
Elternteilen durch das Aquarium geführt. Mit frisch geschlüpften
Salinenkrebsen kann man die Jungfische vom ersten Tag an füttern.
Ein oftmaliger Wasserwechsel fördert das Wachstum der Jungfische.
Quelle
teilweise: Kim Höweler;
Bilder: Anika Börries
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