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Im Handel wird diese Art als Sumatrabarbe angeboten. Die Sumatrabarbe
wurde aber offenbar noch nie importiert und unterscheidet sich von
der Borneobarbe vor allem durch den fehlenden Rotanteil in den Flossen
und die durchgängige Seitenlinie.
Diese lebhaften Fische leben in freier Wildbahn in Uferzonen mit
dichter Randbepflanzung, Verstecken und mulmigen Grund.
Man sollte sie nur in einem großen Schwarm von mindestens 10 bis
30 Tieren halten, da im Schwarm eine ausgeprägte Rangordnung herrscht.
Hält man dagegen nur zwei oder vier Tiere, wird das schwächste Tier
solange gejagt, bis es stirbt oder der Stärkste überbleibt. Außerdem
haben sie einen ausgeprägten Spieltrieb und die Männchen bilden
Reviere, die nicht unbedingt klein sind. Wichtigste Vorraussetzungen
sind klares, gut gefiltertes Wasser mit Strömung, dichte Bepflanzung
mit viel Schwimmraum in der Mitte und eine Einrichtung, die es einzelnen
Tieren ermöglicht sich zurückzuziehen.
Regelmäßige
Wasserwechsel von 20 bis 30 % innerhalb einer Woche bis zu
10 Tagen sind wichtig, weil Barben zu den Fischen gehören,
die viel fressen und somit auch viel Kot hinterlassen. Außerdem
regen Wasserwechsel zu Imponier- und Balzspielen
an. Durch das "Gründeln" nehmen die Barben Mulm,
Pflanzenteile, Algen, Würmer und Larven, aber auch Mikroorganismen
auf. Es ist daher wichtig, daß der Mulm nicht penibel abgesaugt
wird, denn die Tiere brauchen die darin enthaltenen Bakterien
zur Verdauung.
Diese Barben sind sehr gefrässige Allesfresser, deren Pflanzenbedarf aber proportional zur Körpergröße wächst, deshalb sollte man ihnen genügend pflanzliche Nahrung geben (Pflanzenflocken, Algentabletten, Gurke, Salat, etc), aber auch Lebend- und gefriergetrocknetes o. eingefrorenes Futter sind sehr wichtig. Man sollte darauf achten, daß die Fische, besonders die Weibchen zur Fettleibigkeit neigen.
Es ist von Vorteil, Moosbarben und Sumatrabarben nicht mit ruhigen und langflossigen Fischen (Fadenfische, Skalare, Guppys, Schwerträger, usw.) zu vergesellschaften, da es v. a. bei Platzmangel und zu wenig Futter nicht auszuschließen ist, daß die Barben an den Flossen ihrer Mitbewohner knabbern.
Sie sind aber gut mit anderen Barben, Bärblingen, Welsen, Schmerlen, Fransenlippern, einigen Labyrinthfischen und Zwerbuntbarschen zu vergesellschaften. Temperament und Durchsetzungsvermögen (z.B. beim Fressen) der Barben sind dabei zu beachten.
Um ganz sicher zu gehen kann man diese Tiere am besten in einem Artenbecken
halten.
Sumatrabarben in einem ausgewogenen Schwarm sind meist die
ganze Zeit mit Rangkämpfen beschäftigt und dann
am verträglichsten gegen andere Fische.
Moosbarbe
Die
Moosbarbe ist eine grüne Zuchtform der Sumatrabarbe, das bedeutet
es handelt sich um grüne Sumatrabarben, deshalb gelten die
Vorraussetzungen der Sumatrabarbe auch für die Moosbarben.
Die schwarze Farbe der Querstreifen ist auf dem Körper zusammengeflossen und von einem tiefgrünen Glanz überzogen. Die Flossen sind wie bei der Sumatrabarbe rot und zeigen die Geschlechtsunterschiede an. Das Männchen hat eine rote Schnauze, Rücken- und Schwanzflosse sind ebenfalls rot, dagegen haben die Weibchen nur rote Bauchflossen, sie werden größer und höher und dicker als die Männchen.
Zucht
Zur Zucht brauchen sie ein Aquarium, mit bis zur Wasseroberfläche
reichenden Wasserpflanzen, da sie sie Eier weit oben ablegen, bei
26°C, GH max 10°. Da sie Läuchräuber sind, sollten die Alttiere
herausgefangen werden. Die Jungen schlüpfen nach 36 Stunden
und werden mit Artemia
großgezogen.
Text: Lady Donatella, Bilder: Anika Börries
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